_ Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit kann gefühlt alles und nichts bedeuten. Der Begriff wird häufig verwendet und zu Recht immer öfter hinterfragt. Deshalb möchten wir an dieser Stelle nicht einfach behaupten, nachhaltig zu sein, sondern zeigen, welche Entscheidungen wir bei urnfold treffen: welche Materialien wir verwenden, woher sie kommen, wie wir produzieren, verpacken und versenden.

Denn für uns geht es nicht um ein grünes Versprechen, sondern darum, möglichst genau hinzuschauen und sorgfältig gestaltete Produkte anzubieten.

Wir denken schon beim Entwerfen das Ende unserer Produkte mit. Denn für uns gehört zu gutem Design auch die Frage, was danach bleibt. Deshalb wählen und gestalten wir Materialien und Produkte mit Blick darauf, ob sie sich abbauen, wiederverwenden oder verwerten lassen.

Unsere Urnen werden von Hand gefertigt: von Menschen für Menschen. Jede einzelne entsteht bei uns im Atelier in Regensburg, an einem Ort, an dem wir gerne sind, gemeinsam mit Menschen, denen wir jeden Tag aufs neue gerne begegnen. Für uns macht genau das unsere Produkte besonders, und wir glauben, dass man es ihnen auch anmerkt.

Urnen aus Papier, urnfold, Papiermuster Samt

_ Papier

Wann immer möglich beziehen wir unsere Materialien aus der Region. Ein Großteil der Papiere stammt direkt aus Bayern. Für unsere Urnen verwenden wir dort hergestellte Papiere mit unterschiedlichen pflanzlichen Faseranteilen zum Beispiel aus Hanf, Gras, Biertreber oder recycelten Fasern.

Eine Ausnahme ist das Algenpapier unserer Seeurne Kaizen, das aus England kommt. Wir haben uns ganz bewusst für dieses Papier entschieden, weil seine Eigenschaften besonders gut zur Seebestattung passen: Es nimmt im Kontakt mit Wasser schnell Wasser auf, verliert dabei seine Stabilität und löst sich zügig im Wasser auf. Alge zu Alge.

>> Video Wassertest Seeurne 

Papier ist für uns ein sehr sinnvolles Material für Urnen, denn es kann bei geringem Materialeinsatz eine hohe Stabilität aufweisen. Zudem schätzen wir die Leichtigkeit, die es mit sich bringt, denn für uns geht es bei einem Abschied um das Loslassen und nicht ums bewaren.

Papier lässt sich zudem unterschiedlich verarbeiten und veredeln und wird dadurch sehr vielseitig. Bei der Auswahl unserer Papiere achten wir aber nicht nur auf Optik und Haptik, sondern auch auf ihre Zusammensetzung, Verarbeitung und darauf, wie sie sich die Materialien nach der Beisetzung verhalten.

Wie sich unsere Urnen im Erdreich verhalten, testen wir auch selbst: In unserem Testfeld haben wir unsere Urnen vergraben und nach sechs Monaten keine sichtbaren Reste mehr gefunden.

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Kleber auf einer Beigen Urne

_ Klebstoff & Schnüre

Nicht nur beim Papier schauen wir genau hin. Auch bei Kleber und Schnüren setzen wir uns mit Material, Herkunft und Verarbeitung auseinander und suchen nach Lösungen, die zu den Anforderungen unserer Urnen passen. Auch bei den kleinen Bestandteilen schauen wir genau hin. So verwenden wir einen lösungsmittelfreien Klebstoff auf Naturkautschukbasis, recycelte Baumwollkordeln und Schnüre aus unbehandeltem europäischem Hanf.

_ Verpackung

Unsere Urnen werden in stabilen Transportboxen geliefert, die mehrfach verwendet werden können. Sie schützen die Urne beim Versand und können auch genutzt werden, um sie für die persönliche Gestaltung mit nach Hause zu nehmen. Durch ihre Konstruktion kommen wir beim Versand mit wenig zusätzlichem Füllmaterial aus.

Nach der Verwendung können Bestattungsunternehmen die Transportboxen an uns zurückschicken. Sind sie noch in einem guten Zustand, verwenden wir sie für den nächsten Versand erneut.

urnfold Versandkarton

_ unser Selbstverständnis

Schon früh im Gründungsprozess haben wir uns entschieden, urnfold an bestimmten Werten auszurichten. Drei Dinge stehen dabei für uns im Vordergrund: ein bewusster Umgang mit Materialien und Ressourcen, zeitgemäße Ästhetik und Selbstwirksamkeit durch Gestaltung.

Materialien und Ressourcen

Wir möchten genau hinschauen, welche Materialien wir verwenden, woher sie kommen und was mit ihnen nach der Beisetzung passiert. Das betrifft nicht nur unsere Papiere, sondern auch Kleber, Schnüre, Verpackung und Versand. Wir denken schon beim Entwerfen das Ende unserer Produkte mit. Denn für uns gehört zu gutem Design auch die Frage, was danach bleibt. Deshalb wählen und gestalten wir Materialien und Produkte mit Blick darauf, ob sie sich abbauen, wiederverwenden oder verwerten lassen.

Zeitgemäße Ästhetik

Eine moderne Gesellschaft braucht für uns auch zeitgemäßes Design. Bei der Gestaltung unserer Produkte beschäftigt uns deshalb die Frage, wie Trauergegenstände jenseits konservativer Symbolik aussehen können. So entstehen Objekte, mit denen wir uns auch schon zu Lebzeiten gerne umgeben.

Unsere Urnen bewegen sich dabei zwischen Vergänglichkeit und Schönheit. Bei der Konstruktion versuchen wir, den Materialeinsatz auf das für Form und Funktion notwendige Maß zu beschränken und dabei eine besondere Form und Ästhetik zu schaffen, die sowohl eine praktische als auch eine emotionale Funktion erfüllt.

Selbstwirksamkeit durch Gestaltung

Zu einer zeitgemäßen Trauerkultur gehört für uns auch die Möglichkeit, selbst etwas tun zu können. Unsere Urnen bieten Raum für persönliche Gestaltung und damit für einen individuellen Abschied.

Uns beschäftigen dabei Fragen wie: Was macht Dinge wertvoll? Wie entstehen bleibende Erinnerungen? Etwas selbst zu gestalten, kann Teil des Abschieds sein und einer Urne eine ganz persönliche Bedeutung geben. Eine persönliche Gestaltung kann die Lebensgeschichte des verstorbenen Menschen noch einmal erzählen und eine ganz eigene Verbindung schaffen.

_ the bigger picture

Wir sind kein Unternehmen, das sagt: Mit unserem Produkt wird alles gut. Unsere Urnen sind nur ein kleiner Teil einer Bestattungskultur, die sich gerade verändert. Wir möchten mit unserer Arbeit zeigen, dass sich Ästhetik, persönliche Gestaltung und ein bewusster Umgang mit Materialien nicht ausschließen müssen.

Dabei sind wir Teil eines größeren Themenfeldes, in dem es noch viel Raum für Veränderungen gibt und in dem sich gerade einiges bewegt. Wir freuen uns über die vielen engagierten Bestattungsinstitute, die neue Wege gehen und sich für eine persönliche Begleitung einsetzen. Mit Interesse verfolgen wir außerdem Entwicklungen und Projekte, die sich mit neuen Formen der Bestattung und unserem Umgang mit dem Tod beschäftigen.

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